Steingraeber & Söhne Konzertflügel E-272

Der Steingraeber & Söhne Konzertflügel E-272 ist eine völlig neue Konstruktion. Entworfen wurde der Flügel erst 1997. 2002 rechtzeitig zum 150-jährigen Bestehen von Steingraeber & Söhne war das Instrument dann auch fertiggestellt. Premiere war am 19. Juli 2002. Die Klaviermanufaktur Steingraeber lud an diesem Tag im kleinen Saal der Nürnberger Meistersingerhalle zu einer Vorstellung des neuen Instruments. Dieser Flügel wird seither von vielen Pianisten als eine der eigenständigsten Spitzenkonstruktionen des Marktes besonders gewürdigt.



Einmalige Charakteristika sind die ungewöhnliche Form der klangreflektierenden Zarge, der kombinierte Strahlen- Kastenrasten und das Spielwerk, das Cyprien Katsaris „...unglaublich angenehm..." fand. Am ungewöhnlichsten ist die Form des Resonanzbodens im Diskant. Die Klangfläche wurde erstmals wieder in das klassische Verhältnis zwischen den kurzen Saitenlängen und Klangfläche gesetzt. Der Resonanzboden wird leichter. Gegenüber vergleichbaren Instrumenten haben die Steingraeber-Saiten 27% weniger Holzgewicht zu bewegen! Belohnt wird dies durch einen präsenten, singenden Nachklang, auch bei weicheren Intonationen.



Die Steingraeber-Konstrukteure gelangten so zu einer neuen Klanglichkeit für die Musik des 18. bis zum frühen 19. Jahrhundert. Hinzu kommen perkussive Register für das 20. und 21. Jahrhundert. Der E-272 unterscheidet sich dadurch von hervorragenden Konzertflügeln wie Bösendorfer, die sich weitgehend auf das späte 19. Jahrhundert beziehen und nähert sich an die Brillanz eines Steinway D-274. Bedingt durch die im Vergleich sehr kurze Präsenz am Markt, ist der Steingräber Konzertflügel nur sehr selten auf den Weltbühnen der Konzerthäuser und Musikhallen zu sehen. Die Zeit wird zeigen, ob dieser Newcomer sich in Zukunft dort dauerhaft etablieren kann und den Platzhirsche Steinway, Bösendofer, Yamaha und Fazioli Paroli bieten kann.

Einen Ehrenplatz hat der stattliche Flügel bereits in San Francisco (Getty Konzertsaal), Quito (Teatro Nacional Sucre), Karlsruhe (Konzertsaal der Musikhochschule) und selbstverständlich in Bayreuth im Konzertsaal des Steingräber-Haus.