Pianomania - Stefan Knüpfer bei der Arbeit

"Pianomania − Die Suche nach dem perfekten Klang" ist ein deutsch-österreichischer Dokumentarfilm von 2009. Gedreht wurde er von den Regisseuren Lilian Franck und Robert Cibis Der Film berichtet aus der Sicht von Stefan Knüpfer, Klavierstimmer und Konzerttechniker auf humorvolle Weise über dessen Arbeit mit großen Pianisten wie Pierre-Laurent Aimard, Lang Lang, Rudolf Buchbinder und Alfred Brendel.




Zuerst soll Pierre-Laurent Aimard "Die Kunst der Fuge“ von Johann Sebastian Bach aufnehmen. Er hat sich für den D-274 Konzertflügel Nr. 109 entschieden. Ein Jahr vor den Aufnahmen beginnt der Film. Knüpfer studiert den Klang historischer Tasteninstrumente aus der Bach-Zeit um die Klangharmonie dieser Zeit besser treffen zu können. Dafür experimentiert er mit Schalldämpfern aus Filz, denn die modernen Instrumente klingeln im Vergleich sehr schrill . Nach einigen Monaten kommt die Katastophe. Der von Aimard ausgewählte 109er Flügel wird für gutes Geld nach Australien verkauft. Knüpfer muss nun für Aimard einen brauchbaren Steinway-Flügel herzaubern. Es gibt weitere Hindernisse, die sich den beiden in den Weg stellen. Knüpfer und Aimard treffen sich regelmäßig, besprechen vieles aber der Weg bis zum Schlussakkord ist noch sehr lang und steinig.

Eines Nachmittags erscheint ein halb verschlafener Chinese in Jeans und Turnschuhen. Es ist Lang Lang, der im Wiener Konzerthaus einen Auftritt hat. Noch geplagt von seinem Jetlag muss er, wie immer, einen Flügel auswählen, der sich auf der Bühne keine Blamage gibt. Entgegen anderen Starpianisten hat er nur wenig Zeit für individuelle, spezielle Einstellungen. Er verlangt nur nach einer rutschfesten Bank, die seiner extrovertierten Spielweise standhält. Er absolviert am nächsten Tag gewohnt routiniert seinen Auftritt. Die Bank hält und er erntet Beifallsstürme. Beim Musik-Festival Grafenegg 2007 muss Knüpfer den Flügel für eines der letzten Konzerte Alfred Brendels vorbereiten. Der Maestro gibt dem Startechniker seine launige Anweisungen.

Die Deutsche Film- und Medienbewertung stufte die Dokumentation mit dem Prädikat "besonders wertvoll" ein. Ihr Kommentar "die Arbeit hinter den Kulissen fasziniert bis zur letzten Minute". Die Financial Times und die New York Times bezeichneten den Film als spannend. Laut Los Angeles Times waren die amerikanischen Filmkritiker von dieser Dokumentation sehr beeindruckt.