Piano statt forte - FAZ 06.10.2012 - Thiemo Heeg

Piano statt forte - FAZ - 06.10.2012 - Thiemo Heeg

Geht es mit der Wirtschaft abwärts, sind die Klavierbauer die Ersten, die es merken. Geht es aufwärts, sind sie die Letzten, die davon profitieren. Wie kann man das eigentlich durchhalten? 
 
Wenige Zahlen und Fakten genügen, und man versteht, warum Berichte über Pianoforte-Produzenten immer wieder gerne mit einer Überschrift aus der Ideenrecycling-Schublade garniert werden: „Piano morte“. Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre produzierten die Klavierhersteller hierzulande rund 30.000 Instrumente. Anfang der achtziger Jahre gab es eine erste Delle, der Absatz sank auf 25.000 Stück. Heute wären die Firmen mehr als froh über eine solche Zahl. Die aktuelle Produktion liegt bei 11.000. Davon bleibt nur der kleinere Teil in Deutschland: 3000 Stück. Den Rest kauft das Ausland...

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