Ludger de Graaff - Geballtes Wissen aus dem Niederrhein

Ludger de Graaff gehört zu den gefragtesten und renommiertesten Konzerttechnikern und Klavierexperten der Branche. Während der gesamten Zeit als Konzerttechniker bildet sich Graaff konsequent weiter. Er ist Absolvent der Steinway Akademie 2000 und besuchte unterschiedlichste Lehrgänge u.a. bei Steingraeber & Söhne, Bechstein, Bösendorfer, Sauter und Schimmel. Dabei hatte er Gelegenheit mit renommierten Experten des Klavierbaus wie Georges Ammann, Ewald Vögele, Klaus Fenner, Wolfgang Schäffler, Lothar Thomma  zusammenarbeiten. Sein Wissen gibt de Graaff heute in Workshops für Klavierbauer, Pianisten, Klavierlehrer, Professoren oder Musikliebhaber weiter. 1957 in Emmerich am Rhein geboren, beginnt de Graaf seine Karriere mit einer Ausbildung zum Klavier- und Cembalobauer beim ortansässigen Unternehmen Tetsch & May. Zehn Jahre lang arbeitet de Graaff für das bekannte Traditionshaus. Während dieser Zeit stimmt, repariert und intoniert er nicht nur unzählige Klaviere für Privatkunden sondern sammelt darüber hinaus erste Erfahrungen im Konzertdienst.



Der Musik- und Instrumentenliebhaber geht 1987 den Schritt in die Selbstständigkeit. Gemeinsam mit Jost Thöne eröffnet er die Musikhandlung Graaff & Thöne in Bocholt. Ein Jahr später übernimmt de Graaff zusätzlich die Betreuung namhafter Konzerthäuser in den Niederlanden und arbeitete mit nahezu allen bedeutenden Pianisten und Dirigenten aus Klassik, Jazz aber auch aus Rock und Pop zusammen. Während dieser Zeit hat er zahlreiche Einsätze im europäischen Ausland und in Amerika. Als einer der renommiertesten Klavierstimmer der Niederlande sind seine Dienste zudem von Privatkunden äußerst gefragt. Ludger de Graaff verkauft 1990 seine Unternehmensanteile am Bocholter Klaviergeschäft und verlegt seinen Tätigkeitsschwerpunkt auf Konzertbetreuungen in den Niederlanden und am Niederrhein. Mit Ruut Billekamp und Henk Hupkes gründet er 1995 die Vereniging vor Pianotecnici Nederland (VvPN), die sich zwei Jahre später Europiano – dem Dachverband der europäischen Klavierbaufachverbände –  anschließt. De Graaff übernimmt für einige Jahre das Amt des Präsidenten und legte gleichzeitig die niederländische Klavierbauerprüfung ab. 2006 geht de Graaff nach Düsseldorf. Dort arbeitet er für das Steinway-Haus Heinersdorff im Bereich Kunden- und Konzertbetreuung sowie im Reparaturservice.

2009 zieht es Ludger de Graaff wieder in die Selbstständigkeit. Er gründet den Concertservice de Graaff und betreut neben vielen Privatkunden auch die Philharmonie Essen, das Klavier-Festival Ruhr, die Tonhalle und den Schumannsaal in Düsseldorf, das Zeughaus Neuss sowie weitere Einrichtungen. Seit Mai 2009 hat der Concertservice de Graaff seinen Sitz in Kaarst. Hier teilt er sich die Geschäftsräume mit seinen Partnern Peter Martin und Ilona Hartley. Martin hat sich mit seinem Klavierfachgeschäft PianoMania auf Einsteigerinstrumente im unteren Preissegment spezialisiert. Mit seiner Lebensgefährtin Ilona Hartley hat de Graaff das Klavierhaus L. de Graaff ins Leben gerufen, ist autorisierter Fachhändler der Hersteller Rönisch und Feurich und vertreibt zudem gebrauchte Instrumente der mittleren bis gehobenen Kategorie wie Bechstein, Schimmel, Seiler oder Steinway & Sons.

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